• Steuerberatung für Unternehmer und Gesellschaften

Gewerbliche Unternehmen und Gesellschaften

Die Verpflichtung zur Führung steuerlicher Aufzeichnungen ergibt sich für Sie als Unternehmer oder Geschäftsführer aus verschiedenen gesetzlichen Regelungen. Es sollte jedoch nicht als lästiges Übel empfunden werden, diese Verpflichtungen zu erfüllen. Mit etwas Organisation ist der Aufwand gar nicht so groß und zu bewältigen.

Die aktuelle Buchführung ist für den Unternehmer ein wesentliches Informations- und Steuerungsinstrument. Im Tagesgeschäft bleibt kaum Zeit, notwendige Informationen für die laufenden Geschäfte aus vorliegenden Einzelbelegen zu generieren. Die Frage, ob eine Rechnung offen ist oder bereits gezahlt wurde, kann aus der Buchführung entnommen werden. Ob ein Unternehmen in eine Schieflage gerät sollte nicht erst durch Hinweise von außen, zum Beispiel einem Schreiben der Bank, erkannt werden.

Aussagen über die Entwicklung des Unternehmens ergeben sich aus der monatlichen betriebswirtschaftlichen Auswertung oder dem Controllingreport. Als Inhaber oder Geschäftsführer haben Sie diverse Pflichten zu erfüllen. Ist es ein Fragebogen des statistischen Bundesamtes, der zu beantworten ist, oder die Anforderung Ihrer Bank, aktuelle Daten einzureichen, um die Anforderungen des Kreditwesengesetzes (KWG) zu erfüllen. Die richtigen Informationen hierfür bekommen Sie nur aus Ihrer Buchhaltung.

Welche Zahlungstermine muss man im Hinblick auf das Finanzamt beachten?

Es gibt in Deutschland viele Steuern und entsprechend viele Zahlungstermine. Die Gewerbesteuer und die Grundsteuer sind vierteljährlich fällig, und zwar zum 15. Februar, 15. Mai, 15. August und zum 15. November des Jahres. Die Vorauszahlungen auf die Einkommensteuer und die Körperschaftsteuer sind ebenfalls vierteljährlich fällig, diese aber jeweils zum 10. März, 10. Juni, 10. September und 10. Dezember.

Bei der Umsatzsteuer wird es noch etwas verwirrender, denn dort gibt es gar keine, vierteljährliche oder monatliche Vorauszahlungen (in Abhängigkeit von der Umsatzgröße), jeweils zum Zehnten des Folgemonats für den vorangegangenen Zeitabschnitt. Das lässt sich durch eine sogenannte Dauerfristverlängerung noch um jeweils einen Monat verlängern.
Wenn Sie Arbeitnehmer in Ihrem Unternehmen beschäftigen, dann muss die Lohnsteuer (und eventuelle Kirchensteuer) für diese Arbeitnehmer auch zum Zehnten des Folgemonats (monatlich, vierteljährlich oder jährlich – in Abhängigkeit von der Höhe der abzuführenden Lohnsteuer) an das Finanzamt gezahlt werden.

Die Abschlusszahlungen für die Einkommen-, Köperschaft-, oder Gewerbesteuer werden immer einen Monat nach Zugang des Steuerbescheides fällig. Die Umsatzsteuerabschlusszahlung müssen Sie unaufgefordert einen Monat nach Agabe der Jahreserklärung überweisen.

Bei all diesen Zahlungsfristen gilt: Das Geld muss pünktlich beim Finanzamt eingegangen sein, sonst drohen Säumniszuschläge. Eine Barzahlung im Finanzamt ist nicht mehr möglich. Dem Finanzamt kann eine Einzugsermächtigung auf das Firmenkonto eingeräumt werden, welche sich auch auf bestimmte Steuerarten beschränken lässt. Die eigene Überweisung vom Firmenkonto auf das Konto des Finanzamtes hat gegenüber der auch möglichen Scheckübergabe das Privileg der sogenannten Schonfrist, das heißt, ein Säumniszuschlag wird bei einer Säumnis bis zu drei Tagen nicht erhoben.

Wir sorgen gerne dafür, alles so zu organisieren, dass Ihre Zahlungen pünktlich beim Finanzamt eingehen und unnötige zusätzliche Kosten und Nerven gespart werden können.

Sie gewinnen damit Zeit, sich um Ihr Unternehmen zu kümmern und zum Erfolg zu führen.

Vergleiche: §19(1) GewStG zur Gewerbesteuervorauszahlung, §28(1) GrStG zur Grundsteuer, § 37(1) EStG zur Einkommensteuervorauszahlung, § 31 (1) KStG i.V. mit § 37(1) EStG zur Körperschaftsteuer, § 18 UStG und § 46 ff. UStDV zur Umsatzsteuer, § 41a EstG zur Lohnstueer, § 224 und §240 AO zu den Säumniszuschlägen

Was ist bei Anschaffung eines Firmenwagens steuerlich zu beachten?

In immer neuen Urteilen machen Finanzgerichte und der Bundesfinanzhof klar, dass die Anwendung der 1%-Regelung bei der Bewertung des für die Einkommensteuer relevanten Vorteils durch die Überlassung eines betrieblichen Pkw's für private Nutzung obligatorisch ist. „Wer sie nicht will, habe gefälligst ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch zu führen.“

Ist einem das zu mühevoll, dann kann der Firmenwagen, den man vielleicht nur einmal im Monat für einen Wochenendausflug nutzt, zum teuren Vergnügen werden. Das Finanzamt nimmt monatlich ein Prozent (also jährlich 12 Prozent) seines Bruttolistenneupreises bei Erstzulassung zum Maßstab des persönlich zugeflossenen Vorteils. Da kommen schnell einige tausend Euro zusammen, die man zusätzlich zu versteuern hat.

Vielleicht sollte man in Fällen mit hoher privater Nutzung also lieber auf einen Firmen-Pkw verzichten und zusammen mit uns überlegen, wie sich zum Beispiel Carsharing-Konzepte innovativ und einkommensteuerfreundlich gestalten lassen, das spart Zeit für die Parkplatzsuche und Steuern.

Sollten Sie sich entscheiden, ein Fahrzeug betrieblich anzuschaffen, müssen Sie sich über die Finanzierung Gedanken machen. Lösen Sie gebildete Liquiditätsreserven mit einer Barzahlung auf. Finanzieren Sie über eine Autobank, über Ihre Hausbank oder ist vielleicht ein Leasingangebot die beste Wahl? Dies zu entscheiden fällt auch einem Profi unter Berücksichtigung aller Randbedingungen schwer. Ein Gespräch mit dem unabhängigen Steuerberater, der Ihr Unternehmen kennt, kann hier Klarheit bringen.

Vergleiche: Pressemitteilung des BFH vom10. Juli 2013: „Stellt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer unentgeltlich oder verbilligt ein Fahrzeug zur privaten Nutzung zur Verfügung, führt dies beim Arbeitnehmer auch dann zu einem steuerpflichtigen Vorteil, wenn der Arbeitnehmer das Fahrzeug tatsächlich nicht privat nutzt. Der Vorteil ist, wenn ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch nicht geführt worden ist, nach der 1%-Regelung zu bewerten.“

Brauche ich ein Geschäftskonto, das ist doch so teuer?

Sie benötigen unbedingt ein Geschäftskonto, wenn Sie Ihr Unternehmen in einer haftungsbeschränkten Form, wie zum Beispiel einer GmbH oder Unternehmergesellschaft mit beschränkter Haftung, führen.

Wenn hier Privatkonto und Geschäftskonto vermischt werden, kommt es zu einer Vermögensvermischung, was nach § 826 BGB zu einer Haftung der Gesellschafter unmittelbar gegenüber den Gläubigern führt.

Aber auch wenn Sie als Einzelunternehmer oder in Form einer Personengesellschaft agieren, ist ein Geschäftskonto sehr zu empfehlen. Es gibt Ihnen einen schnellen Überblick, wie es um die Einnahme- und Liquiditätssituation Ihres Unternehmes steht. Außerdem spart es Zeit und damit Kosten in der Erfassung des Kontos in der Buchführung. Denn es macht einen Unterschied, ob bei einem reinen Firmenkonto einmal im Monat eine „Gehalts“-Überweisung auf Ihr privat genutztes Konto als Privatentnahme gebucht wird oder bei einem gemischt genutzten Konto jeder Supermarkteinkauf u.ä. einzeln als Privatentnahme gebucht werden muss. Zudem sind die Kosten des Firmenkontos vollständig eine Betriebsausgabe. Vielleicht sollten Sie sich darum auch gönnen, sich einmal im Monat die Kontoauszüge des Firmenkontos von Ihrer Bank in Papierform zuschicken zu lassen.

Und nicht zuletzt müssen Sie im Rahmen einer Betriebsprüfung nicht Ihr gesamtes privates Leben durch Vorlage der Kontoauszüge für Ihr „Gemischtkonto“ offenlegen. Spätestens dieses Argument sollte Sie überzeugen.

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